Exoplanet
Exoplanet, Quelle: www.space.com/

Die Sensation in Sachen Raumfahrt schlecht hin ist da: Ein Planet, der sich in der bewohnbaren Zone befindet, wurde in unserem Nachbar-Sternensystem Proxima Centauri gefunden.

Viele Exoplaneten bereits bekannt

Viele Exoplaneten wurden bereits entdeckt und werden auch in Zukunft noch gefunden werden. Die Geschwindigkeit, mit der derartige Planeten entdeckt werden, nimmt aufgrund technologischer Weiterentwicklungen stetig zu. Nichtsdestotrotz ist besonders die Suche nach dem potentiell nächstgelegenen erdähnlichen Planeten eine einzigartige Aufgabe. Viele der bereits gefundenen erdähnlichen Planeten sind 100te Lichtjahre entfernt, wodurch eine Reise zu diesen fernen Orten aus heutiger Sicht als unmöglich erscheint.

Proxima b

Proxima b
Proxima b, Quelle: www.space.com/

Mit Teleskopen der ESO und anderen Organisationen ist es Wissenschaftlern nun gelungen klare Hinweise darauf zu finden, dass ein 1,3 Erdmassen schwerer Planet seinen kühlen, roten Mutterstern innerhalb habitablen Zone umkreist, wie hier berichtet. Dadurch ist die Existenz von flüssigem Wasser und somit auch Leben auf dem „gerade einmal“ vier Lichtjahre entfernten Planeten Proxima b denkbar.

Die Reise nach Proxima b?

Raumschiffkonzept NASA's Warp Speed Space Ship
Raumschiffkonzept NASA’s Warp Speed Space Ship, Quelle: https://i.kinja-img.com/

Die letzten Dekaden waren geprägt von theoretischen Erfindungen neuer bahnbrechender konzeptioneller Antriebstechnologien. Die Hauptantriebstechnologien für Reisen durch unser Sonnensystem sind jedoch auch heute noch ausschließlich Rückstoßantriebe, die nach dem 3. Newtonschen Axiom arbeiten. Chemische Raketentriebwerke verfügen dabei über Fest- oder Flüssigtreibstoff, wie beispielsweise die der Atlas V 551. Die Nachteile dieser Antriebstechnologie liegen vor allem in den enormen Mengen Treibstoff, die eine solche Rakete benötigt um den Anziehungsbereich der Erde zu überwinden und in den Orbit zu gelangen. Dieser Treibstoff ist in der Regel verbraucht, sobald die Rakete bzw. das Shuttle den Orbit erreicht hat. Derartige Antriebe sind für interstellare Reisen gänzlich unbrauchbar. Alternativen bieten Konzepte, wie zum Beispiel riesige Sonnensegel oder der Orionantrieb, bei dem multible kleine Atombomben hinter dem Raumschiff zu kontrollierten Explosionen gebracht werden, wodurch ein enormer Vorwärtsschub erzeugt werden würde. Mit derartigen Antriebstechnologien wären Geschwindigkeiten von bis zu 15% der Lichtgeschwindigkeit möglich. Die Reise nach Proxima b würde mit einer solchen Geschwindigkeit ca. 27 Jahre dauern, wenn Beschleunigungs- und Abbremsphasen nicht einkalkuliert werden.

Alcubierre Warp Drive
Alcubierre Warp Drive, Quelle: www.andersoninstitute.com/

Die wohl interessanteste theoretisch anerkannte Antriebstechnologie ist der „Alcubierre drive„. Dieser Antrieb beruht nicht mehr auf dem Rückstoßprinzip, sondern auf einer, wie vom Star Trek-typischen Warpantrieb bekannten, Krümmung der Raumzeit. Mit diesem Antrieb wäre es möglich mit einem Vielfachen der Lichtgeschwindigkeit zu reisen. Jedoch besteht hier u.a. das Problem des enormen Treibstoffbedarfs an sogn. negativer Energie, welcher mit heutigen Technologien (noch) nicht aufgebracht werden kann. Die theoretisch notwendige Menge an Energie / Treibstoff wurde in neueren Studien jedoch bereits reduziert. Wir sind weiterhin gespannt auf das was die Zukunft in Sachen Raumfahrt bringt.

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